Schwarze Knopfaugen von Hermine oder Hermann trafen meinen Blick. Eine der beiden Schwalben war mit handbreitem Abstand an meinem Kopf vorbeigeflogen und mir gegenüber in einem Regalfach auf der Terrasse gelandet. Kaskaden von Obertönen, hörten sich zu laut und zu heftig an, um als melodischer Gesang wahrgenommen zu werden.
Ob es Hermine oder Hermann war, konnte ich nicht bestimmen. Beide Vögel hatten einen roten Hals, der eine leuchtender, der andere bräunlicher. Sie boten keine Gelegenheit, die Länge der Flügelspitzen zu vergleichen, da sie sich dem Geschehen auf der Terrasse zuwandten.
An den folgenden Tagen saß ich bewegungslos, sobald ich die Schwalben im Anflug sah. Mit Federn oder Grashalmen im Schnabel flogen sie ins Gebälk, polsterten das schalenförmige Nest aus zusammengeklebten Lehmklümpchen, putzten ihr Gefieder und zwitscherten solo oder im Duett.
© Petra Jakoby, ohne KI, 22.07.2023, artepj@web.de
Rauchschwalben


