Frühling ist.

Der Hund bleibt stehen. Er reckt die Nase in die Luft. Über den Nasennebenhöhlen pocht die Haut. Den Schwanz trägt er steil aufgerichtet. Er erlebt Jagdlust.

„Nein“, sage ich vorsorglich. Wenn er los sprintet, ist es zu spät, ihn mit Worten aufzuhalten. Angestrengt suche ich mit den Augen die vor uns liegende Straße ab. Sein Kopf ist in Richtung des Hauses gedreht, neben dem wir stehen. Ich folge seinem Blick.

Blauregen klettert an der Hauswand empor. Üppige Trauben von Blüten, violett und lila, parfümieren die Luft. Kaum merklich bewegen sich Blätter zwischen den aus dem Boden sprießenden Ranken. Eine graue Hausmaus flieht in eine Mauerspalte.

Der Hund dreht den Kopf, schaut mich an, wir setzen den Spaziergang fort.

© Petra Jakoby, 18.04.2024, ohne KI, artepj@web.de